NABELBRUCH (NABELHERNIE)

Der Nabel ist ein natürlicher Schwachpunkt unserer Bauchwand, weshalb diese Bruchform sehr verbreitet ist.

Im Rahmen der Kindesentwicklung im Mutterleib treten durch den Nabel des Kindes die Blutgefäße in der Nabelschnur und sichern die Nährstoffversorgung. Nach der Geburt wird die Nabelschnur durchtrennt und der Nabelring verschließt sich. Dieses kann teilweise unterbleiben oder es tritt eine Ausweitung ein, die z.B. durch Muskel- und Bindegewebsschwäche, Schwangerschaft oder Übergewicht begünstigt wird.

 

Nabelhernien sind häufig und die meisten Menschen haben bis auf das Äußerliche Erscheinungsbild keine Probleme damit. Allerdings nimmt die Größe im Laufe des Lebens zu und damit auch die Gefahr einer Einklemmung (Inkarzeration), die bei ca 8% liegt. Daher wird empfohlen die Nabelhernie auch bei leichten Beschwerden früh operieren zu lassen. In der Regel erfolgt der Eingriff ambulant in Vollnarkose in unseren Praxisräumen. Eine Krankenhausbehandlung ist nicht notwendig.

 

Operation der Nabelhernie

Bei kleinen Defekten unter 1,5 cm kann die Hernierreparatur ohne ein Netz erfolgen. Dazu werden Fäden zum Defektverschluß verwendet, die sich nicht auflösen, also für immer im Körper verbleiben.

Bei Patienten mit einer Bauchwandschwäche (Rektusdiastase), einem starken Husten wie bei Lungenerkrankungen oder Adipositas mit einem Body Mass Index über 30, wird auch bei Brüchen  unter 1,5 cm die Netzeinlage empfohlen.
Die Netze sind in der Regel im Durchmesser 5-8 cm groß und können entweder im Bauchinnenraum als IPOM (Intraperitoneales Inlay Mesh) oder auf dem Bauchfell als PUMP (Präperitoneale Umbilikale Mesh Plastik) platziert werden.

Wir empfehlen die Schlüssellochtechnik nur bei größeren Brüchen über 2 cm, da an der seitlichen Bauchwand 3 Schnitte erfolgen müssen und dieses nur gerechtfertigt ist, wenn der Schnitt in der offenen Technik größer wäre. Außerdem liegt das Netz in dieser Technik in der Regel im Bauchinnenraum, also dicht am Darm, was immer zu Verwachsungen führt und aufgrund einer deutlich größeren Netzgröße (mind. 10x15cm) auch zu deutlich mehr Verwachsungen führen kann.

Dieses sollte wenn möglich vermieden werden, auch wenn neuere Untersuchungen keine Langzeitschäden aufgrund der Verwachsungen zeigen.

"Bei Patienten mit einer Rektusdiastase ist ohne Netz das Risiko eines erneuten Bruches deutlich erhöht, weshalb die Netzeinlage von Hernienchirurgen dringend empfohlen wird"

Gerne können Sie online einen Termin unter www.doctolib.de bei unseren Ärzten buchen. Telefonisch sind wir unter 030 76 88 66 33 und als eMail unter info@copv.berlin für Sie erreichbar. Wir freuen uns.